Samstag, 10. Januar 2015

ww2 munition in schweizer seen

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Begründung Zwischen 1945 und 1964 hat die Schweizer Armee (z. B. im Thuner- und Brienzersee) Fliegerbomben, Granaten, gewöhnliche Patronen und Sprengstoffrückstände versenkt. Gemäss Angaben des VBS handelt es sich um etwa 3000 Tonnen Material, nämlich 2000 Tonnen Metall und 1000 Tonnen Sprengstoff, davon etwa 500 Tonnen TNT (Trinitrotoluol, "Trotyl") und 500 Tonnen andere Explosivstoffe. Bekannt sind auch Fälle, in welchen die Armee Sonderabfälle in Deponien gelagert hat (z. B. in Bonfol). Bisher hat das VBS die Haltung vertreten, solange das Seewasser nicht verunreinigt werde, bestehe kein Bedarf, durch technische Massnahmen die Deponien zu behandeln oder gar zu entfernen. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die Munition einer ständigen Korrosion ausgesetzt ist. Je länger mit einer Bergung zugewartet wird, desto grösser wird die Gefahr, dass die giftigen Substanzen zu Umweltproblemen führen. Im Sommer 2001 wurde die Öffentlichkeit durch die Meldung aufgeschreckt, dass 40 Prozent der geschlechtsreifen Felchen im Thunersee deformierte Geschlechtsteile (Gonaden) aufweisen. Zurzeit läuft ein umfangreiches Untersuchungsprogramm, um die Ursachen dieses Phänomens zu eruieren. Ob ein Zusammenhang mit den Munitionsaltlasten besteht, bleibt vorläufig offen. Unabhängig von diesen Untersuchungsergebnissen ist jedoch eine Bergung der Munitionsaltlasten unumgänglich, soweit diese eine latente Gefahr für die rund 400 000 Menschen darstellen, deren Trinkwasser direkt oder indirekt aus dem Brienzer- und Thunersee stammt. Die geforderte Entsorgung ist zudem aus touristischen Überlegungen dringend, damit der Brienzer- und Thunersee ihr Image als saubere Gewässer nicht verlieren. Stellungnahme des Bundesrates vom 15.09.2004 Im letzten Jahrhundert, vor allem in den Vierzigerjahren, wurden in verschiedenen Schweizer Seen überschüssige und beschädigte Munition und Munitionsteile versenkt. Bekannt sind die Versenkungen im Thuner-, Brienzer- und Urnersee. Das Explosionsunglück in Blausee-Mitholz vom Dezember 1947 hatte im Jahr 1948 grosse Entsorgungsaktionen im Thunersee zur Folge. Die Vermeidung von Unfällen spielte für die Versenkung eine wesentliche Rolle. Die bis heute durchgeführten Untersuchungen im Thuner- und Brienzersee haben gezeigt, dass es schwierig und aufwendig ist, die Ablagerungen genau zu lokalisieren und zu den einzelnen Materialien präzise Mengenangaben zu machen. Das VBS ist seit längerer Zeit daran, die gemäss Umweltschutzgesetz geforderten Massnahmen durchzuführen. In den Jahren 1993 bis 1995 wurde die Munition im Thunersee genauer untersucht. Eine Schätzung zeigte, dass etwa 3000 Tonnen Munition und Munitionsbestandteile im Thunersee versenkt wurden. Die beiden Hauptstandorte konnten mit Hilfe von Zeitzeugen und durch Überprüfung mit technischen Geräten und Unterwasserkameras lokalisiert werden. Wasser- und Sedimentsproben wurden chemisch analysiert. Es konnte keine Freisetzung von Schadstoffen nachgewiesen werden. Erste Hebungsversuche mit Hilfe eines Magneten waren erfolglos. Im Frühling 2004 wurde eine historische Untersuchung bezüglich der Munition im Brienzersee durchgeführt. Aufgrund der Befragung von Zeitzeugen und der Sichtung von alten Dokumenten ist davon auszugehen, dass mindestens 500 bis 600 Tonnen Munition im Brienzersee abgelagert wurden. Im Laufe der kommenden Monate werden alle relevanten Schweizer Seen systematisch einer solchen Untersuchung unterzogen. Sämtliche Hinweise auf Ablagerungen von Munition oder anderem Armeematerial in Schweizer Seen werden in einem Bericht dokumentiert. Ausserdem werden die Seen erfasst, welche als Zielgebiete für Schiessübungen der Armee benutzt worden sind. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, wird entschieden, ob und wo Wasser- und Sedimentproben hinsichtlich Schadstoffen analysiert werden müssen. Der Bergungsvorgang der Munitionsteile, welche bereits mit Sedimenten überdeckt sind, stellt als solcher eine potenzielle Gefahr dar. Es ist deshalb nötig abzuklären, welche Auswirkungen Sanierungsaktionen auf das ökologische Gleichgewicht der Seen haben, welche Sicherheitsrisiken damit verbunden sind und mit welchem Aufwand gerechnet werden muss. Bis heute sind keine Techniken bekannt, mit Hilfe derer diese Munitionsteile geborgen werden können. Der Bundesrat will deshalb in einer breit angelegten Studie international recherchieren lassen, ob Bergungsmethoden bestehen, die sich für den vorliegenden Fall als geeignet erweisen. Die potenzielle Gefahr, welche einerseits von der auf dem Seegrund lagernden Munition und andererseits vom Bergungsvorgang ausgeht, erfordert zwingend eine Interessenabwägung. Über die Bergung kann deshalb erst dann entschieden werden, wenn die Erkenntnisse über die Gefahren für das ökologische Gleichgewicht vorliegen und die verschiedenen Methoden geprüft worden sind. Zudem müssen die Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen sowie die finanziellen Konsequenzen geklärt werden. Der Bundesrat beantragt daher, die laufenden Untersuchungen wie geplant fortzuführen und die Motion abzulehnen. Antrag des Bundesrates vom 15.09.2004 Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion. Dokumente Medienmitteilungen Amtliches Bulletin - die Wortprotokolle Kommissionsberichte 14.02.2006 - Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates Chronologie / Wortprotokolle Datum Rat 28.11.2005 NR Annahme. 23.03.2006 SR Ablehnung. Behandelnde Kommissionen Sicherheitspolitische Kommission SR (SiK-SR) Erstbehandelnder Rat Nationalrat Mitunterzeichnende (53) Amstutz Adrian Bigger Elmar Bortoluzzi Toni Bruderer Wyss Pascale Brun Franz Brunner Toni Bühlmann Cécile Christen Yves Darbellay Christophe Donzé Walter Dunant Jean Henri Fattebert Jean Fehr Hans Freysinger Oskar Frösch Therese Gadient Brigitta M. Galladé Chantal Glur Walter Hassler Hansjörg Hess Bernhard Hollenstein Pia Humbel Ruth Hutter-Hutter Jasmin Joder Rudolf Keller Robert Kohler Pierre Lang Josef Laubacher Otto Leuenberger Ueli Lustenberger Ruedi Markwalder Christa Menétrey-Savary Anne-Catherine Mörgeli Christoph Müri Felix Oehrli Fritz Abraham Pagan Jacques Perrin Yvan Pfister Theophil Rennwald Jean-Claude Rey Jean-Noël Riklin Kathy Rutschmann Hans Schenk Simon Scherer Marcel Schibli Ernst Schmied Walter Schwander Pirmin Stamm Luzi Teuscher Franziska Vaudroz René Vischer Daniel Wandfluh Hansruedi Weyeneth Hermann Deskriptoren: Hilfe Munition Abfallbeseitigung See Wasserverschmutzung Altlast Ergänzende Erschliessung: 52;09 Zuständig Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Sie sind hier: Das Schweizer Parlament > Suche > Geschaefte Schnellzugriff Interessenbindungen NR Interessenbindungen SR Liste der Zutrittsberechtigten NR Liste der Zutrittsberechtigten SR Bezüge Ratsmitglieder Entschädigungen Stellenangebot Stellenausschreibungen der Gerichtskommission Abkürzungen Curia Vista Curia Vista Suche Die Geschäftsdatenbank Amtliches Bulletin Die Wortprotokolle von National- und Ständerat Suche Amtliches Bulletin Soziale Medien / Links Facebook Twitter Das virtuelle Parlamentsgebäude Polit-Forum Käfigturm © Das Schweizer Parlament / CH - 3003 Bern, Impressum, Disclaimer